Sven Erlenborn - www.gefreiter-jonas.net

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Soundso

Eigentlich kann ich gar nicht über Musik schreiben, denn ich hab' kein Hintergrundwissen und über "Wir sind Helden" sollte ich schon gar nicht schreiben, denn das Hören dieser Band widerspricht dem Bild, dass ich von mir zeichnen wollen sollte, aber dass ich es trotzdem mache, passt wiederum ins Bild. Ich schreibe also über Musik und "Wir sind Helden" und ihr neues Album: Soundso.

Vom neuen Helden-Album hörte ich nicht, sondern las. Am letzten Donnerstag auf der Heimfahrt von Mainz und im Feuilleton der DIE WELT. "Wir sind Helden" lernte ich damals nicht durch "Denkmal", "Gekommen um zu bleiben", "Nur ein Wort" oder "Von hier an blind", sondern durch das Internet kennen. "Die Reklamation" war eines der ersten Lieder, die ich aus dem Netz fischte. Tauschbörsen sagten mir was, aber wurden noch nicht genutzt. Mein PC stand im Büro meiner Eltern. "Limit" von Deichkind war bei uns gerade total angesagt und in lebensverneinenden Momenten schmetterte "Golden Brown" von "The Stranglers" aus den Boxen.

Danach entdeckten MTV, Viva und der Hörfunk "Wir sind Helden" und die Alben hab' ich nur über meine Schwester angehört, denn die Band war mir zu normal, zu Mainstream, zu Juli, zu Silbermond, vielleicht sogar zu Nena.

Heute liegt hier eine gebrannte CD, welche mit grünem Permanent-Folienschreiber in meiner Handschrift bezeichnet ist: "Wir sind Helden - Soundso". Das Album bemerkte ich durch das tote Print. Tauschbörsen sagen mir was, werden aber nicht mehr genutzt. CDs kann man im Internet kaufen. Mir ist egal, was andere von meinem Musikgeschmack halten und die Bands dürfen sogar bekannt sein. Heute läuft "Golden Brown" auf NDR2, "Red Hot Chili Peppers" und "Nirvana" auf "Radio 21 - Classic Rock".

Das neue Helden-Album ist nicht umwerfend, aber schön.

[von Sven Erlenborn, am 30. Mai 2007 um 15:45 Uhr]
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Unterwegs

Die Beschreibung der letzten Tage findet ihr auf meiner flickr-Seite. Hier möchte ich nur ein Lied zitieren:

(Jefferson Airplane - White Rabbit) » One pill makes you larger and one pill makes you small and the ones that mother gives you don't do anything at all. Go ask Alice when she's ten feet tall. And if you go chasing rabbits and you know you're going to fall, tell 'em a hookah smoking caterpillar has given you the call. Recall Alice when she was just small. When men on the chessboard get up and tell you where to go and you've just had some kind of mushroom and your mind is moving low: Go ask Alice. I think she'll know. When logic and proportion have fallen sloppy dead and the White Knight is talking backwards and the Red Queen's "off with her head!", remember what the doorknob said: "Feed your head, Feed your head, Feed your head" «

[von Sven Erlenborn, am 25. Mai 2007 um 14:47 Uhr]
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Frühstück

Ich betrete die Küche. "Guten Morgen!"
Meine Mutter schaut von der Fernsehzeitung auf. "Guten Morgen!"
Saskia ignoriert mich. Ich bereite Toasts und Cappuccino vor.
Meine Mutter widmet sich wieder der TV-Programmübersicht. "Schau' mal, Saskia, gleich läuft die Wiederholung des Tanzfilms, den du gestern hättest sehen wollen. Ich geh', bevor er anfängt, noch schnell duschen und danach sehen wir ihn uns an, okay? Du kannst solange ein Sudoku lösen."
"Nein! Sven spielt mit mir!"
Ich schlage mein Ei auf. "Nein."
Tränen werden aus den Augen gezwungen, Saskias Stimme nimmt einen Ton zwischen Quängeln und Heulen an. "Warum nicht?"
Ich salze mein Ei. "Ich frühstücke."
Unverständnis und Wut stehen ihr ins Gesicht geschrieben. "Dann frühstückst du eben danach!"
"Nein, ich frühstücke jetzt."
Die Mundwinkel beben. Sie strampelt mit den Füßen und tritt dabei gegen den Tisch. Ich esse mein Ei, dann meine beiden Toast und schlürfe am Cappuccino. Immer wieder seufzt sie, wirft Zettel und Zeitungsteile, welche auf der Eckbank liegen, herum, murmelt in sich hinein, starrt mich sauer an.
Nur drei Worte würde ich als letzten Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, benötigen. Nur eine Frage, um eine Zornesexplosion auszulösen, welche auch meiner Mutter danach den ganzen Film verderben würde.

"Hast du Langeweile?"

[von Sven Erlenborn, am 17. Mai 2007 um 18:25 Uhr]
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Muttertag

Sarah: "Ich wollte dir nur sagen, dass du mich nicht mehr zum Bahnhof bringen brauchst." - "Gut. Seid ihr mit Abwaschen fertig?" - "Ja." - "Soll ich abtrocknen?" - "Nein, wir sind ganz fertig."

So. Der Tag wäre damit abgeschlossen.

Als ich ankündigte das Abtrocknen zu übernehmen, waren alle mit der Familienidylle beschäftigt. Ich bin auf mein Zimmer gegangen. Es ist mir unangenehm meinen Schwestern dabei zuzusehen, wie sie verzweifelt versuchen 364 Tage unterlassene Hilfe aufzuarbeiten. Ich bin kein Musterkind und ich werde auch heute nicht vorgeben eines zu sein.

Sarah warf mir vorhin einen Blick zu, der sagte: "Ja, ich helfe Mama heute. Du hast noch gar nichts gemacht." Richtig, ich stell' mich nicht zwischen euch selbsternannte Heinzelmännchen. Morgen muss auch wer abtrocknen. Morgen, wenn du wieder in Hannover bist und Saskia den Fernseher interessanter findet.

[von Sven Erlenborn, am 13. Mai 2007 um 14:54 Uhr]
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Gedanken

Wenn ich unten im Bad den Toilettendeckel anhebe, ertönt ein Geräusch, welches wie das Meerschweinchen in der Waschküche klingt, wenn dieses Hunger hat. Allerdings hat das Meerschweinchen mehr Tonlagen als das Toilettendeckelscharnier.

Es ist ein unglaubliches Vergnügen seine Schienbeine und Füße als Rampe zu benutzen um die leere Coke-Flasche vom Bett auf den Couchtisch zu schießen.

Die Musik in der Werbung für den deutschen BMW One ist französisch und der Name des Autos englisch.

Der Name der Biermarke Corona bedeutet Vorderzunge beziehungsweise Zungenkranz.

China artikuliert man palatal und nicht velar.

Heute strahlte Pro Sieben die erste Scrubs-Folge mit Nicole Sullivan als Jill Tracy aus. Nicole Sullivan führt in King of Queens als Holly Shumpert Jerry Stiller als Arthur Spooner aus.

[von Sven Erlenborn, am 12. Mai 2007 um 18:18 Uhr]
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Ziellos

Mich plagt gerade eine kleine Ziellosigkeit.
Die große Ziellosigkeit plagt mich ja schon seit geraumer Zeit. Ein Leben, welches auf das simple Erreichen der Hochschulreife ausgelegt ist, läuft leicht in Gefahr jeglicher Motivation zu entbehren.
Die kleine Ziellosigkeit ist zwar eigentlich von geringerer Bedeutung, aber akut und dadurch äußerst störend. Morgens aufwachend mit einem Zeitüberfluss konfrontiert zu werden, kann sehr belastend sein. So werde ich mich nun in Projekte stürzen, welche die Lücken in der Alltäglichkeit füllen sollen und müssen.

  • Diese Seite soll in ein "richtiges" Weblog verwandelt werden. Allerdings möchte ich dabei nicht auf vorhandene Unterstützungen (wie zum Beispiel Wordpress) zurückgreifen. Ich werde mich mit mySQL und Internetsprachen auseinandersetzen.
  • Ich werde mich intensiv mit der deutschen Grammatik befassen. Ich finde es interessant zu wissen, wie es theoretisch korrekt ist und was im tatsächlichen Sprachgebrauch noch bleibt. Im Idealfall profitieren natürlich auch meine Texte.

[von Sven Erlenborn, am 08. Mai 2007 um 16:54 Uhr]
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Little Miss Sunshine

Richard: "There are two kinds of people in this world: winners and losers."

Grandpa: "Losers are people who are so afraid of not winning, they don't even try."

Frank (about Marcel Proust): "He gets down to the end of his life, and he looks back and decides that all those years he suffered, those were the best years of his life 'cause they made him who he was. All those years he was happy? You know, total waste. Didn't learn a thing."

Dwayne: "Do what you love. Fuck everything else."

Grandpa: "Fuck a lotta women kid, not just one woman, a lotta women."

Dwayne walks swiftly by.
Pam: "Are you authorized to be backstage?"
Dwayne (emotionless and without stopping): "No."

Olive: "What are you talking about?"
Grandpa: "Politics."

[von Sven Erlenborn, am 05. Mai 2007 um 18:53 Uhr]
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Blumfeld

» Ein Leben voller Angst und Hoffnung, dass es sich ändern kann. Doch womit fängt man an? [...] Ein vorbestimmter Weg, Verzweiflung, wohin die Reise geht bis man sich eingesteht... [...] Ein Leben voller Angst - ein Lichtblick, dass es sich ändern kann und damit fängt es an.
Status: Quo vadis?: Stets dem Leben zu, hüten wir die Schwelle zwischen Ich und Du. Sorge braucht Zusammenhänge, Zärtlichkeit braucht Zeit - Musik für eine andere Wirklichkeit. «

(The Lord of Song) » Ich bin das Wort und so schreit' ich zur Tat. Sounds auf der Spur schweben mir vor: Ich komme in Fahrt. Aus schwarzen Wolken stürzen Schatten ins Weiß, stehen im Freien und dreh'n sich im Kreis.
Mein offenes Buch, es wurde zu Stein - zu schwer für mich. Zu lange Zeit für mich allein: Ich sah das Dunkel sich doppeln, ließ die Klänge sich koppeln und lauschte den Wellen.
Ich bin der Weg. Ich annuliere das Nichts mit Worten, die wandern von einem zum ander'n. Wander' auch ich durch dunkle Passagen, kommen Bilder ans Licht, laufen ins Leere und sprechen für sich.
Flüssiges Schwarz belebte den Schmerz. Mein finsteres Herz schwieg wie ein Grab. Ich sah die Körper verlassen, ließ die Wörter verblassen und glitt dahin auf den Wellen.
Ich bin das Wort. Ich erfülle die Schrift, verbinde die Welten mit Gesetzen, die gelten, und folge drängend dem Drift. So wie das Meer, denk' ich an Dich, verlass' das Papier und gehe mit Dir in ein anderes Licht. «

[von Sven Erlenborn, am 04. Mai 2007 um 12:39 Uhr]
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Schlagworte

Ausbildung des amerikanischen Selbstbewusstseins, Grundsätze der amerikanischen Verfassung, Föderales Prinzip, Freiheitsbegriff, "Spirit of the Frontier", "Manifest Destiny", "American Dream" und seine Krise, US-amerikanische Außenpolitik des "langen" 19. Jahrhunderts, Monroe-Doktrin, Spanisch-amerikanischer Krieg, Der Aufstieg der USA zur Weltmacht, Von der Kolonie zur Kolonialmacht, Zwei Staaten auf dem Weg zu imperialen Großmächten: Russland und die USA.
Der Versailler Friede - enttäuschte Erwartungen, Deutsche Kriegsziele 1914, Wilsons 14 Punkte, Versailler Vertragswerk, Gebietsabtretungen, Reparationen, Artikel 231, Entmilitalisierung, Zwischen Status quo und Radikalrevisionismus, Großmachtambitionen und - vorstellungen der traditionellen Eliten, Rapallo, Ruhrkampf, Locarno, Eintritt in den Völkerbund, Ideologie und außenpolitisches Programm des Nationalsozialismus, Revisionspolitik und Appeasement, Vernichtungsfeldzug, Der totale Krieg, Die Beziehung Deutschlands zu Frankreich und Polen im 20. Jahrhunderts, Die Rolle Deutschlands im europäischen Kontext, Deutsche Außenpolitik im 20. Jahrhunderts, Der Weg in den Zweiten Weltkrieg.

Mündliche Abiturprüfung 2007: Geschichte

[von Sven Erlenborn, am 01. Mai 2007 um 11:22 Uhr]
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