Bücher, die man nicht vergisst
Es gibt Bücher, welche besser sind als andere Bücher. Es gibt Bücher, deren Geschichte man am liebsten vergäße, um diese noch einmal zu lesen, noch einmal zu erleben. Es gibt Bücher, die Vorlieben, Gewohnheiten und sogar Ansichten bestätigten, prägten oder änderten. Es gibt Bücher, die ein Leben nachhaltig beeinflussten. Ich präsentiere meine Top Fünf der Bücher, die man nicht vergisst, in chronologischer Reihenfolge:
Der Brief für den König von Tonke Dragt Es war mein erstes Fantasy-Abenteuer und mein erstes Buch mit mehr als dreihundert Seiten. Bisher hatte ich nur die Reihe der TKKG-Jugendkrimis von Stefan Wolf verschlungen. Es war Frau Dragt, die mich zu einem Fan des Genres werden ließ. Bis heute lese ich beim Wunsch leichterer Unterhaltung am liebsten Geschichten diesen Schlages (zum Beispiel Williams, natürlich Tolkien, keinen Hohlbein, aber Rowling).
Le Petit Prince von Antoine de Saint-Exupéry Ein Mensch, der den kleinen Prinz kennt und beim Aufzählen der Top Fünf der Bücher, die er nie vergessen wird, den kleinen Prinz nicht nennt, ist in meinen Augen ein sehr seltsamer Mensch. Er hat das Buch selbst im Ansatz nicht verstanden oder er gehört nicht zu meiner Art Mensch oder er will, um außergewöhnlich und besonders zu erscheinen, nicht zu den Menschen gehören, die beim Aufzählen der Top Fünf der Bücher, die sie nie vergessen werden, den kleinen Prinz nennen. Dieses Buch ist eine Ausnahmeerscheinung. Jeder einzelne Satz ist eine Freude. Schöne Erinnerungen an den Französischunterricht existieren nur dank diesem Buch. Antoine de Saint-Exupéry, welcher diese Geschichte erdachte, verdient das Prädikat "weise".
Fabian - Die Geschichte eines Moralisten von Erich Kästner Der vermutlich bekannteste deutsche Kinderbuchautor erzählt von Fabian, einem Germanisten aus Berlin um 1930. Der Schreibstil erschien mir minimalistisch, aber gerade das machte alles so offensichtlich, so gut. Die einfachen Worte schrien geradezu: "Schau, da! Das Leben ist Wahnsinn und Lüge!" Die gesamte Sinnlosigkeit des Daseins wurde mir ins Bewusstsein geritzt, gezeigt, wie unendlich bizarr man versucht vor der Erkenntnis zu fliehen, zu überleben, und die Tragik am Ende, an der verdammten Stelle, wo jeder nette Autor den Leser sich hätte wieder mit dem Leben versöhnen lassen, ließ mich beinahe übergeben.
High Fidelity von Nick Hornby Der Roman redet von Beziehungen - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein Mann steht am Ende solch einer und macht sich Gedanken über Frauen, Sex, Liebe und überlegt, warum man Dinge sagt und macht, die man sagt und macht. Humorvoll, mit hohem Wiedererkennungswert und am Ende fühlt man sich verstanden und nicht mehr allein mit den riesigen und eigentlich nicht vorhandenen Problemen beim unbeholfenen Miteinander.
The Remains of the Day von Kazuo Ishiguro "And let me now posit this: 'dignity' has to do crucially with a butler's ability not to abandon the professional being he inhabits. Lesser butlers will abandon their professional being for the private one at the least provocation. For such persons, being a butler is like playing some pantomime role; a small push, a slight stumble, and the façade will drop off to reveal the actor underneath. The great butlers are great by virtue of their ability to inhabit their professional role and inhabit it to the utmost." Der Sinn des Lebens besteht im Streben nach Perfektion der eigenen Rolle, bis diese keine Rolle mehr ist. Es ist tragisch, wenn der Protagonist feststellt, dass diese Annahme falsch ist, die Rolle aber bereits soweit verinnerlicht hat, dass es keine Alternative mehr geben kann.
[von Sven Erlenborn, am 27. Februar 2007 um 20:25 Uhr]
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Acetylsalicylsäure
Acetylsalicylsäure ist die abgewandelte Form eines mehr als zwei Jahrtausende lang in der Heilkunde verwendeteten Naturstoffs. Am 6. März 1899 erfolgte die Eintragung des Handelsnamens 'Aspirin' in die Warenzeichenkontrolle des Kaiserlichen Patentamts Berlin.
Acetylsalicylsäure ist chemisch betrachtet der Ester aus Essigsäure und Salicylsäure (Alkoholkomponente). Da Essigsäure und Salicylsäure nur sehr schlecht zu Acetylsalicylsäure und Wasser reagieren, verwendet man statt Essigsäure Essigsäureanhydrid.
Für die Synthese von Acetylsalicylsäure benötigt man 6g Salicylsäure (gesundheitsschädlich), drei Tropfen konzentrierte Schwefelsäre (ätzend), 6ml Essigsäureanhydrid (ätzend), 100ml destilliertes Wasser und 15ml Ethanol (leichtentzündlich).
Acetylsalicylsäure ist auch bekannt unter den Namen 2-Acetoxybenzoesäure, ASS, Aspirin, Acesal, Aspisol, Godamed, Boxazin und Thomapyrin.
Dienstag habe ich gemeinsam mit Kai und Andrea Acetylsalicylsäure im Chemieunterricht hergestellt.
[von Sven Erlenborn, am 22. Februar 2007 um 18:41 Uhr]
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Die Heilpraktikerin
Man sollte niemals offen und ehrlich über sein Befinden sprechen. Jeder Gesprächspartner ist ohnehin nicht an einer ernsten Antwort interessiert. Auf ein "Wie geht's?" folgt ein "Gut, und dir?" - mehr wird nicht erwartet. Ein "Ach, naja, in letzter Zeit bin ich immer erschöpft und müde." führt nur zu einer Empfehlung an die eigene Heilpraktikerin und einem ewig wiederkehrenden "Und? Warste schon mal da?".
Nun komm' ich da rein und beginne, benebelt von kräuterduftkerzenschwangerer Luft, ein Gespräch: Alter, Ess- und Trinkgewohnheiten, Schlafgewohnheiten, sportliche Aktivitäten, Freizeitgestaltung, Krankheiten, Impfungen. Es fehlen noch die sexuellen Vorlieben und die gute Frau Heilpraktikerin weiß soviel über mich wie meine letzte Freundin. Nebenbei erhalte ich meine erste Fussmassage (von der Heilpraktikerin, nicht von der letzten Freundin).
Ich genieße und damit ich das auch zukünftig beschwerdenlos schaffe, halte ich Rezepte über Koffein, Kalium, Magnesium, Ferrum und Tabletten zur Steigerung der Leberleistungsfähigkeit - alles in Form von homöopathischen Arzneimitteln - in den Händen
"Warst schon da?" - "Ja." - "Und wie geht's?" - "Nicht besser." - "Naja, bei der Homöopathie, da ist das ja auch so, dass man da immer auch ein bisschen dran glauben muss."
So? Dann hätte ich mir das ja auch sparen können. Ich glaub nur an mich und Placebo ist 'ne Band. Schaden werden mir die Mineralien nicht. Ich hab' schon Lust mal wieder motiviert zu sein und wenn die Empfehlende denkt mir geholfen zu haben, freut mich's auch.
[von Sven Erlenborn, am 05. Februar 2007 um 21:36 Uhr]
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Die Digitalkamera
Ich verfüge jetzt über eine digitale Fotokamera. Sie heißt Cyber-shot DSC-W40 und ist von Sony, obwohl sie auf sony.de nicht aufgeführt ist. Eigentlich ist sie (wenn ich es richtig überblicke) die DSC-W30, allerdings in schwarzer Ausführung. Einen "IC Recording Media Memory Stick PRO Duo (TM) MSX-M512S" habe ich auch gekauft. Das ist eine kleine, schwarze Karte, welche ich unten, neben dem Akku, in die Kamera stecken kann, um viele Bilder zu speichern (statt ein paar).
Momentan muss der Akku aber noch geladen werden, weshalb meine Welt noch immer nur in Text statt in Text und Bild im Internet gespeichert wird.
Ich studiere während der Wartezeit die Bedienungsanleitung(en, denn der "IC Recording Media Memory Stick PRO Duo (TM) MSX-M512S" hat auch eine) und konnte schon ein paar Sprach- und Logikschätze entdecken:
- Lampe CHARGE. Erleuchtet: Laden.
- Wenn Sie den Akku noch etwa eine Stunde länger laden (bis er voll aufgeladen ist), dauert der Ladevorgang etwas länger.
- Selbst wenn die Lampe CHARGE nicht leuchtet, ist das Ladegerät nicht von der Netzstromquelle getrennt, solange es an die Netzsteckdose angeschlossen ist.
- 4. Schritt: Den geladenen Akku einführen
- Dieses Produkt (der "IC Recording Media Memory Stick PRO Duo (TM) MSX-M512S", Anmerkung von mir) kann nicht mit einem "Memory Stick PRO (TM)"-inkompatiblen Gerät verwendet werden.
Die fetten Hervorhebungen sind so in der Anleitung des Herstellers vorhanden und nicht von mir.
[von Sven Erlenborn, am 02. Februar 2007 um 17:45 Uhr]
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Der Tagesrückblick
Aufgewacht. System Of A Down gehört. Aufgestanden. Kaffee getrunken. Laugenstange gegessen. Tschibo verkauft Spiegeleiformen. Expert verkauft Laptop. Bayern München ersetzt Magath durch Hitzfeld. Hamburger SV entlastet Doll. (Mittlerweile: Magath ersetzt vielleicht Doll.) Kai ist im Windows Messenger nicht online (also: heute vormittag kein Training). World of Warcraft gespielt.
Mittag: Nudelpfanne. Weblogs lesen. Das neue Klopapier ist miserabel: Der stabilste Teil ist die Perforation. Marilyn Manson mit "Lest we forget" gehört. Sarah hat Laptop und Digitalkamera gekauft (Windows Vista gesehen!). Tee. World of Warcraft gespielt.
Abendessen. Kalender eingerichtet. World of Warcraft gespielt. Handball-Weltmeisterschaft: Deutschland besiegt Frankreich. Blizzard kündigt neue Pet-Abilities für Hunter in World of Warcraft an. Die Zoom-Effekte bei Post Mortem wirken unbeholfen. So ist das gemeint: "Leibniz Butterkeks - Nur echt mit 52 Zähnen". Die Zähne am Keksrand, nicht die Zähne im Mund! Bones geschaut.
Gute Nacht.
[von Sven Erlenborn, am 01. Februar 2007 um 23:37 Uhr]
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Der Kalender
In der Küche hängt ein Familienplaner, welcher uns von bofrost* geschenkt wurde. In meinem Zimmer steht ein Wochenkalender von nichtlustig.de, welcher mir von meiner Schwester geschenkt wurde.
Hier, auf dieser Seite, gibt es jetzt auch einen Kalender.
So kann man nicht nur lesen, was ich in meiner Vergangenheit gemacht habe, sondern auch, was ich zukünftig plane zu tun. Ich habe mich entschieden diesen Kalender einzurichten, weil es in meiner nahen Zukunft zahlreiche festgelegte Termine gibt.
Viel Spaß beim Stöbern.
[von Sven Erlenborn, am 01. Februar 2007 um 22:53 Uhr]
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